
Saj ist Fleisch und Gemüse, zusammen auf einer großen konvexen Platte (ebenfalls Saj genannt) gegart und auf derselben Pfanne serviert. Ein gemeinsames Tellergericht, beliebt in Baku und ganz Aserbaidschan.
Was ist Saj?
Saj (oder Sac) bezeichnet sowohl das Gericht als auch die Pfanne: eine große, konvexe Metallplatte über Feuer oder Gas. Fleisch (Lamm oder Huhn) und Gemüse Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Zwiebel werden darauf zusammen gegart, oft mit Butter oder Öl, bis alles zart und leicht angebraten ist. Das Essen wird meist auf derselben Saj-Pfanne auf den Tisch gebracht, jeder bedient sich aus der Mitte. Ein gemeinsames, geteiltes Essen.
Wie isst man Saj?
Saj wird auf der Pfanne serviert, in der es gekocht wurde, oft in der Tischmitte. Jeder nimmt sich Fleisch und Gemüse mit Löffel oder Zange auf den Teller. Mit Fladenbrot (Lavash oder Tandir) oder mit der Gabel essen. Die Mischung aus Fleisch, Kartoffeln, Tomaten und Paprika ist sättigend; Brot nimmt den Saft auf. Informell und zum Teilen.
Welches Fleisch und Gemüse ist in einem Saj-Gericht?
Fleisch ist meist Lamm (gewürfelt) oder Huhn (in Stücken). Gemüse typischerweise Kartoffeln (Schnitze oder Stücke), Tomaten, Paprika und Zwiebel. Alles wird zusammen auf dem Saj gegart; die Kartoffeln saugen Fleisch- und Tomatensaft auf. Manche Versionen haben Aubergine oder Karotte. Butter oder Öl, Salz, Pfeffer und Gewürze (z. B. Kreuzkümmel, Paprika) würzen das Gericht.
Vom Brotbacken zum brutzelnden Fleisch: nomadische Wurzeln
Die Saj-Pfanne hat nomadische Wurzeln. Ursprünglich nutzten Hirten und Nomaden diese konvexe Metallplatte über dem offenen Feuer. Mit der Wölbung nach unten (wie eine Kuppel) backte man darauf schnell Fladenbrot wie Lavash oder Qutab. Wenn das Brot fertig war, wurde die Platte umgedreht; in der Mulde brät man dann Fleisch und Gemüse in Tierfett. Heute ist dieses Doppelwerkzeug das Herzstück der aserbaidschanischen Grillkultur.
Die brutzelnde Präsentation und das „versteckte“ Brot
Wenn Sie in Baku Saj bestellen, ist es ein Erlebnis. Die schwere Eisenpfanne kommt auf einen speziellen Ständer. Darunter halten Kohle oder eine kleine Flamme das Gericht die ganze Mahlzeit über am Brutzeln. Das Beste liegt oft unten: Die Köche legen dünnes Lavash-Brot in die Mitte der Pfanne unter das Fleisch. Wenn Sie es essen, hat es den gewürzten Lammssaft, Tomatensaft und die Aromen aufgesogen.