
Pomidor Yumurta („Tomate-Ei“) ist das ultimative aserbaidschanische Comfort-Food: sonnengereifte Tomaten werden in Butter langsam zu einer marmeladeartigen Soße gekocht, in die dann Rührei oder pochierte Eier kommen. Der Klassiker auf dem aserbaidschanischen Frühstückstisch.
Was ist Pomidor Yumurta?
Pomidor Yumurta (wörtlich „Tomate-Ei“) ist das aserbaidschanische Comfort-Food. Süße, sonnengereifte Tomaten werden geschält, fein gewürfelt und in reichlich reiner Butter langsam gekocht, bis sie zu einer dicken, marmeladeartigen Soße werden. Wenn die Tomaten karamellisiert und nicht mehr roh-sauer sind, werden frische Eier direkt in die blubbernde rote Soße geschlagen. Die Eier werden entweder vorsichtig in die Tomaten gerührt (cremig) oder ganz darin pochiert. Der Klassiker auf dem traditionellen aserbaidschanischen Frühstückstisch.
Wie isst man Pomidor Yumurta?
Man isst Pomidor Yumurta nicht mit Besteck von einem feinen Teller. Es wird rustikal serviert direkt in der schweren Kupfer- oder Gusseisenpfanne (Tava) auf den Tisch gestellt, noch brutzelnd. Man reißt Stücke von heißem, frischem Tandir-Brot oder weichem Lavash ab und tunkt sie in die Pfanne. Mit dem Brot nimmt man die cremigen Eier und die süße, buttrige Tomatensoße auf. Ein gemeinsames, „unordentliches“ und sehr befriedigendes Erlebnis. Dazu ein Glas starker, heißer schwarzer Tee im Armudu-Glas.
Welche Zutaten hat Pomidor Yumurta?
Das Gericht lebt von der Qualität von drei Zutaten: Tomaten, Butter und Eier. Mit harten, wässrigen Wintertomaten wird es nichts. Nötig sind die berühmten, großen, süßen Zire-Tomaten von der Halbinsel Abşeron im Sommer. Das Fett muss hochwertige zerlassene Butter (Sari Yagh) sein. Pflanzenöl gilt bei Einheimischen als kulinarischer Fehler. Eier mit kräftig orangefarbenem Dotter von freilaufenden Hühnern sind Pflicht. Salz und schwarzer Pfeffer reichen, damit die natürlichen Aromen zur Geltung kommen.