
Pakhlava (Paxlava) ist eine Schichtpaste aus dünnem Teig, Walnüssen sowie Honig- oder Zuckersirup, in Rauten geschnitten und mit Kardamom gewürzt. Die Krone der aserbaidschanischen Süßigkeiten, besonders zu Novruz.
Was ist Pakhlava?
Pakhlava (Paxlava) ist die bekannteste aserbaidschanische Süßigkeit: viele dünne Teiglagen, mit Butter bestrichen, Füllung aus gemahlenen Walnüssen (oder Mandeln), Zucker und Kardamom. Nach dem Backen wird sie mit Honig- oder Zuckersirup getränkt. Sie wird in Rauten (Romb) geschnitten und oft mit einer Nusshälfte pro Stück verziert. Sie steht im Zentrum von Novruz und jeder Festtafel in Baku und im Land.
Wie isst man Pakhlava?
Pakhlava wird in kleinen Stücken gegessen eine Raute pro Portion mit Tee (Çay). Sie ist kräftig und süß, typisch ein bis zwei Stücke mit starkem schwarzem Tee. Sie wird bei Zimmertemperatur serviert, oft auf einem gemeinsamen Teller. Mit Gabel oder Händen essen; durch den Sirup ist sie klebrig.
Welche Hauptzutaten hat die Baku-Pakhlava?
Dünner Teig (Yufka-Art, wie Filo), zwischen den Lagen zerlassene Butter, Füllung aus gemahlenen Walnüssen (teils mit Mandeln), Zucker und Kardamom. Nach dem Backen wird ein Sirup aus Zucker (oder Honig), Wasser und manchmal Zitrone oder Rosenwasser darüber gegossen. Also: Mehl, Butter, Walnüsse, Zucker, Kardamom und Sirup. Baku-Pakhlava hat oft eine feste Anzahl Lagen (z. B. 10) und Rautenschnitt.
Die himmlische Symbolik
Baku-Pakhlava ist mehr als ein Dessert ein alter astronomischer Symbol. Zusammen mit Shekerbura und Goghal bildet sie die „himmlische Trias“ des Novruz-Frühlingsfests. Die Rautenform (Romb) steht für einen Stern oder das alte Feuersymbol (passend für Aserbaidschan, „Land des Feuers“). Die Nuss in der Mitte jedes Stücks symbolisiert einen Funken Leben oder ein Samenkorn Fruchtbarkeit und die Wiedergeburt der Natur im Frühling.
Die Kupfer-Sini-Tradition
Echte Baku-Pakhlava wird traditionell in großen, schweren Kupferblechen („Sini“) gebacken. Der Prozess ist sehr aufwendig. Ein Meister rollt 9 bis 12 Teiglagen so dünn aus, dass man durch sie Zeitung lesen kann. Jede Lage wird reichlich mit zerlassener Butter bestrichen, bevor die dicke Schicht mit kardamomgewürzten Nüssen in die Mitte kommt.