
Kornelkirschen-Konfitüre wird aus kleinen, säuerlichen Kornelkirschen (Gilas) mit Zucker gekocht. Sie hat einen typischen sauer-süßen Geschmack und ist in Aserbaidschan und im Kaukasus beliebt.
Was ist Kornelkirschen-Konfitüre?
Kornelkirschen-Konfitüre (Gilas Mürəbbəsi, teils Zoğal) wird aus Kornelkirschen hergestellt kleinen, länglichen, säuerlichen roten Früchten, die in Aserbaidschan wild und in Gärten wachsen. Sie werden mit Zucker (und etwas Wasser oder Zitrone) gekocht, bis der Sirup eindickt. Die Konfitüre ist sauer-süß und tiefrot. Eine traditionelle Konfitüre, oft mit Tee oder in Gebäck.
Wie isst man Kornelkirschen-Konfitüre?
Einen Löffel mit Tee essen oder auf Brot streichen. Auch gut mit Weißkäse. Der Geschmack ist säuerlich und fruchtig weniger süß als Aprikosen- oder Feigenkonfitüre. Wie jede Fruchtkonfitüre: mit Tee, auf Toast oder mit Käse.
Schmeckt Kornelkirschen-Konfitüre sauer?
Ja, sie hat eine deutliche saure Note. Kornelkirschen sind säuerlich; Zucker gleicht aus, nimmt die Säure aber nicht ganz. Das Ergebnis ist sauer-süß erfrischend mit Tee und ein guter Kontrast zu fetten Gerichten.
Das Wintermittel
In Aserbaidschan gilt Kornelkirschen- (Zoğal-)Konfitüre nicht nur als Süßigkeit, sondern als traditionelles Hausmittel. Jede Familie hält einige Gläser für den Winter vor. Bei Erkältung, Fieber oder Halsschmerzen bekommt man sofort einen großen Becher kochend heißen schwarzen Tee, stark mit Zoğal-Sirup gesüßt, mit den gekochten Beeren. Vitamin C und der heiße Sirup spenden sofort Linderung.
Die „Fünf-Minuten“-Kochmethode
Um die rubinrote Farbe und die frische Säure zu bewahren, werden die Beeren nie in einem Durchgang lange gekocht. Stattdessen: genau fünf Minuten im Sirup kochen, vom Herd nehmen und mehrere Stunden abkühlen lassen. Das wird an zwei Tagen drei- bis viermal wiederholt. So dickt der Sirup natürlich ein, die Beeren bleiben prall und ganz.