
Govurma ist in reichlich Zwiebel und Butter gebratenes Fleisch (Lamm oder Rind), bis es zart und goldbraun ist. Ein kräftiges, traditionelles Hauptgericht in Aserbaidschan, oft in großen Mengen gekocht und früher gut haltbar.
Was ist Govurma?
Govurma (oder Qovurma) ist ein traditionelles aserbaidschanisches Gericht: Fleisch meist Lamm oder Rind gewürfelt und mit viel Zwiebel und Butter (oder Lammfett) gebraten, bis das Fleisch zart und die Zwiebeln goldbraun und weich sind. Es wird kein Wasser oder Brühe zugegeben reines Braten. Das Ergebnis ist kräftig, aromatisch und sättigend. Früher wurde es im Herbst aus eingelagertem Fleisch und Zwiebeln gekocht und war eine Zeit lang haltbar.
Wie isst man Govurma?
Govurma wird heiß als Hauptgericht serviert, meist mit Fladenbrot (Lavash oder Tandir), Reis (pur oder als Plov) oder Kartoffeln. Fleisch mit etwas Zwiebel nehmen und mit Brot oder einem Löffel Reis essen. Einfacher Salat oder Joghurt dazu ist üblich. Es ist Alltagsküche und auch in Restaurants zu finden.
Welche Hauptzutaten hat Govurma?
Hauptzutaten sind Fleisch (Lamm oder Rind, gewürfelt), Zwiebel (in Scheiben oder gewürfelt, reichlich) und Butter oder Lammfett zum Braten. Salz und Pfeffer sind Pflicht, manche fügen etwas Kreuzkümmel oder Koriander hinzu. Sonst nichts keine Tomaten, kein Wasser. Die Zwiebel wird weich und fast cremig und gibt dem Gericht seine süßlich-würzige Basis.
Die alte Winter-Konservierungsmethode
Vor dem Kühlschrank war Govurma in den Bergregionen Aserbaidschans ein Überlebensgericht. Familien kochten im Spätherbst große Mengen. Wenn Fleisch und Zwiebeln durchgebraten waren, wurde die Mischung in große Tonkrüge („Kup“) gefüllt. Zerlassenes Lammfett (Schwanzfett) wurde obenauf gegossen und bildete einen luftdichten Verschluss. In kühlen Kellern gelagert, ernährte dieses Konservenfleisch die Familien den ganzen Winter. Heute isst man es frisch, die Zubereitung ist aber dieselbe.
Beliebte regionale Varianten
Neben der klassischen Zwiebel-Fleisch-Version gibt es saisonale Varianten. Im Herbst sollten Sie Nar Qovurma probieren: Frische Granatapfelkerne und Kastanien kommen ganz zum Schluss in die Pfanne und geben dem Fleisch eine frische, säuerliche Note. Eine andere bekannte Version ist Turshu Qovurma mit getrockneten sauren Pflaumen (Alcha), oft zu Reis-Pilaw serviert.