
Goghal ist ein rundes, gewundenes oder geschichtetes Brot mit süßer oder würziger Füllung (Nüsse, Zucker, Gewürze). Eine Novruz-Tradition und Symbol für die Sonne und das neue Jahr.
Was ist Goghal?
Goghal (Qovurma Goghal, süßer Goghal) ist ein rundes, gewundenes oder geschichtetes Brot aus Aserbaidschan. Der Teig wird ausgerollt, mit Füllung aus Zucker, Butter, Gewürzen (Kreuzkümmel, Fenchel, Anis) und teils Nüssen bestrichen, zu einer runden Form gewickelt oder geschichtet und gebacken. Es ist goldbraun, aromatisch und eine der drei symbolischen Novruz-Süßigkeiten (mit Pakhlava und Shekerbura). Die runde Form soll die Sonne darstellen.
Wie isst man Goghal?
Goghal wird in Stücke gebrochen oder geschnitten und mit Tee gegessen. Leicht süß und gewürzt typisch ein bis zwei Stücke mit starkem schwarzem Tee. Bei Zimmertemperatur serviert, besonders zu Novruz, oft auf einem Tablett mit anderen Süßigkeiten. Mit den Händen essen.
Welche Gewürze sind in Goghal?
Kreuzkümmel (Cirə), Fenchel (Razıana) und Anis sind die klassischen Gewürze in der Füllung. Kurkuma oder Safran gibt oft die gelbe Farbe. Die Mischung ist süß (Zucker) und aromatisch (Gewürze). Manche Versionen haben gemahlene Walnüsse oder Mandeln. Ergebnis: warm, leicht süß und duftend.
Das Symbol der Sonne
Goghal ergänzt die Novruz-Trias (neben Stern und Mond) als die Sonne. Daher wird der Teig traditionell mit Safran oder Kurkuma gefärbt goldgelb. Die runde, gewundene Form steht für den Kreislauf der Jahreszeiten und die Sonne, die den Winterschnee schmelzen lässt.
Das „Umaj“-Füllgeheimnis
Die süße Füllung im Goghal ist nicht nur Zucker. Es ist die traditionelle Mischung „Umaj“: Mehl, zerlassene Butter, Zucker und warme Gewürze werden in den Händen gerieben, bis süße, bröselige Körnchen entstehen wie nasser Sand. Diese Krume schmilzt beim Backen in den Butterschichten.