
Dolma sind gefüllte Weinblätter oder Gemüse mit Hackfleisch, Reis, Kräutern und Gewürzen. Eines der beliebtesten Gerichte in Aserbaidschan, bei Familienessen und Feiern, oft mit Joghurt- oder Sauerrahmsoße.
Was ist Dolma?
Dolma ist eine Familie von gefüllten Gerichten: Weinblätter oder Gemüse (Paprika, Tomaten, Auberginen, Kohl) werden mit einer Mischung aus Hackfleisch (meist Lamm oder Rind), Reis, Zwiebel, Kräutern und Gewürzen gefüllt und dann weich geschmort. In Aserbaidschan sind Weinblatt-Dolma (Yarpaq Dolma) und Gemüse-Dolma (z. B. Uch Baci Paprika, Tomaten, Auberginen) am verbreitetsten. Dolma gehört zum Alltag und zu Festen wie Novruz und Hochzeiten.
Wie isst man Dolma?
Dolma wird typischerweise warm serviert, oft mit einem Klecks dickem Joghurt, Sauerrahm oder Knoblauch-Joghurt-Soße. Mit Gabel oder von Hand essen; ein bis zwei Stück pro Bissen. Ein Spritzer Zitrone oder Sumach ist üblich. Oft Teil eines größeren Aufgebots mit Brot, Salat und anderen warmen Gerichten.
Welche Dolma-Arten sind in Aserbaidschan am beliebtesten?
Am beliebtesten sind Yarpaq Dolma (Weinblätter mit Fleisch und Reis gefüllt), Kelem Dolmasi (Kohlblätter auf dieselbe Art gefüllt) und Uch Baci Dolma („drei Schwestern“ Paprika, Tomaten und Auberginen mit derselben Füllung). Weinblatt- und Kohl-Dolma sind Alltagsklassiker; Gemüse-Dolma erscheint oft bei Feiern. Alle haben denselben Füllstil: Hackfleisch, Reis, Kräuter und Gewürze.
Der Name Dolma und UNESCO
Das Wort Dolma kommt vom turksprachigen Verb „doldurmaq“, wörtlich „füllen“. Dolma ist so zentral für die nationale Identität, dass die Zubereitung und das Teilen aserbaidschanischer Dolma in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen wurde.
Sarimsaqli Qatiq und wie man es isst
Dolma wird oft mit einer guten Portion dickem Naturjoghurt und zerdrücktem Knoblauch („sarimsaqli qatiq“) serviert. Diese Knoblauch-Joghurt-Soße ist für Einheimische Pflicht. Ein Stück frisches Tandir-Brot wird oft genutzt, um die köstlichen Fleischsäfte und die Butter am Tellerboden aufzutunken.