
Bozbash ist einer der ältesten Klassiker der aserbaidschanischen Hausmannskost: ein kräftiger Lamm-Eintopf mit Kartoffeln, Kichererbsen und getrockneten sauren Pflaumen (Alcha). Der Name bedeutet „grauer Kopf“ und bezieht sich auf die trübe Brühe. Das typische Familienessen ein großer Topf für viele.
Was ist Bozbash?
Bozbash ist einer der ältesten und gemütlichsten Klassiker der aserbaidschanischen Hausmannskost. Der Name bedeutet etwa „grauer Kopf“ die helle, trübe Farbe der kräftigen Lammbrühe. Ein sättigender Eintopf: große Stücke Lamm mit Knochen (meist Rippen oder Keule) werden gekocht, bis die Brühe intensiv schmeckt. Dann kommen große Kartoffelstücke, ganze eingeweichte Kichererbsen und die typische Zutat getrocknete saure Pflaumen (Alcha) in den Topf. Im Sommer können frische Tomaten und Paprika dazukommen („Yay Bozbash“ Sommer-Bozbash). Anders als das restaurantorientierte Piti ist Bozbash das typische Familienessen ein großer Topf für alle.
Wie isst man Bozbash?
Bozbash wird sehr heiß in tiefen, weiten Schalen serviert. Eine Portion hat ein Stück Fleisch am Knochen, eine ganze Kartoffel, eine Kelle Kichererbsen und reichlich aromatische, säuerliche Brühe. Gegessen wird mit dem Löffel, dazu ein Stapel frisches Lavash- oder Tandir-Brot. Oft wird Brot direkt in die Brühe getunkt. Eine Platte mit frischen, scharfen Kräutern (z. B. Brunnenkresse, Rettich, rohe Knoblauchstangen) passt perfekt zwischen den Bissen.
Was unterscheidet Bozbash von Piti?
Beide haben ähnliche Zutaten (Lamm, Kichererbsen, Kartoffeln), sind aber völlig unterschiedlich. Piti wird in einzelnen Tontöpfen 12 Stunden gegart, enthält Kastanien und wird in einem zweistufigen Zerdrück-Ritual gegessen. Bozbash wird in einem großen gemeinsamen Topf auf dem Herd gekocht, hat keine Kastanien und wird wie ein klassischer stückiger Eintopf oder eine Suppe aus der Schüssel gegessen. Der wichtigste Geschmacksunterschied: die vielen sauren Pflaumen im Bozbash sie geben der Brühe eine deutliche, helle Säure, die Piti nicht hat.